Bezahlbarer Wohnraum ist knapp

von Georg Neubert (Kommentare: 0)

Bild von Martin B. auf Pixabay

Die Schaffung ausreichend bezahlbaren Wohnraums für breite Bevölkerungsschichten muss in den nächsten Jahren ganz oben auf der Prioritätenliste stehen, so Armin Welteroth in einer Pressemitteilung  für die SPD-Fraktion, die sich sehr eingehend mit der zukünftigen Baupolitik in Waldkirch beschäftigt hat. Es sei nicht akzeptabel, so Welteroth weiter, dass mittlerweile auch Normalverdiener oder Durchschnittsrentner keinen geeigneten Wohnraum mehr finden.
Deshalb müssen in den nächsten Jahren zusätzliche Flächen in Waldkirch als Bauland ausgewiesen werden. Die SPD hat bereits im Kommunalwahlkampf den Flugplatz in Kollnau vorgeschlagen, aber auch weitere Flächen, wie das Gebiet der ehemaligen Spinnweberei Uhingen, werden zur Debatte stehen.
Die SPD-Fraktion wird sich hierbei nicht von privaten Investoren unter Druck setzen lassen, sondern unabhängig entscheiden, auf welchen Flächen mit welchen Partnern vor allem bezahlbarer Wohnraum möglich ist, aber auch ökologisches und kostengünstiges Bauen für alle Generationen und Familien.
Es muss gelingen, so die SPD-Fraktion,  dass in neuen Wohngebieten die Quoten für bezahlbaren Wohnraum mindestens 50 % betragen, damit die  die Schere hier nicht  noch  weiter auseinandergeht.  Genossenschafts-, als auch Baugruppenmodelle sind hierfür ein geeignetes Instrumentarium. Es gibt im Elztal ausreichend positive Beispiele, entscheidend, sei der politische Wille, so die SPD-Fraktion.
Die SPD schlägt hierzu ein breites Bündnis für faire Mieten vor, in welchem Fachleute, Politik, sowie Bürgerinnen und Bürgern ihre Sichtweisen einbringen könnten, um gemeinsam zu guten Entscheidungen zu gelangen.
Es sollte aber auch gelingen, Kleingewerbetreibenden, wie z. B. Handwerksbetrieben, Flächen zur Erweiterung oder Neugründung zur Verfügung zu stellen. Arbeiten und Wohnen in unmittelbarerer Nähe sollte möglich sein. Die SPD-Fraktion könnte sich vorstellen, dass auf dem Gebiet der Spinnweberei Uhingen neben Wohnraum auch für Kleingewerbe Flächen entstehen können, zumal sich dort noch gut erhaltene Gewerbehallen befinden.
Neben der Ausweisung neuer Flächen muss aber auch der Blick auf den Leerstand gerichtet werden oder den möglichen Abriss bestehender Gebäude zur Schaffung neuen Wohnraums.
Der jahrelange Leerstand in der ehemaligen Herz-Kreislauf-Klinik, bzw. dem Seniorenwohnpark ist skandalös und darf nicht weiter hingenommen werden, so Welteroth.
Die SPD-Fraktion hat Oberbürgermeister Götzmann gebeten, sehr zeitnah mit den Eigentümern des Objekts Gespräche zu führen, um diesen unerträglichen Zustand zu beenden. Es müsste mit kreativen Ideen, Gestaltungswillen und dem notwendigen, möglicherweise auch rechtlichen Druck gelingen, dieses Objekt wieder einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Den Eigentümern muss deutlich gemacht werden, dass Waldkirch nicht bereit ist, diesen sozial unerträglichen Zustand weiter hinzunehmen. Die Verwaltung sollte deshalb auch prüfen, ob es möglich ist, über die Stadtbau oder die Wohnungswirtschaft die Immobilie anzukaufen und das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen.

Armin Welteroth, Fraktionsvorsitzender SPD

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