Sommerfest des SPD Ortsvereins Waldkirch

von Georg Neubert (Kommentare: 0)

Sabine Wölfle

Gute Laune, Austausch in lockerer Atmosphäre, Musik, strahlender Sonnenschein und nicht zuletzt die Ehrung verdienter Parteimitglieder zeichneten das Sommerfest der SPD Waldkirch aus.
Der Vorsitzende Michael Stoltenburg konnte auch Oberbürgermeister Götzmann sowie MdB Johannes Fechner in der Kandelkulinarik begrüßen, und brachte seine Freude gegenüber den zahlreich erschienen Mitgliedern zum Ausdruck, dass wieder persönliche Kontakte möglich sind.
In diesem schönen Rahmen konnten aber auch einige Genossinnen und Genossen für deren jahrelanges Engagement und das Eintreten für die Werte der SPD geehrt werden.
Die Ehrung von Sabine Wölfle kündigte Stoltenburg mit einem weinenden und einem lachenden Auge an. Diese konnte nach zehnjähriger engagierter und erfolgreicher Tätigkeit als Landtagsabgeordnete ihr Mandat leider nicht verteidigen. Elvira Drobinski-Weiß würdigte die politische Arbeit von Sabine Wölfle mit einem Rückblick auf deren Tätigkeit innerhalb der SPD und im Landtag. Die kommunalpolitische Arbeit als Vorsitzende der SPD Waldkirch von 2004-2012 war das Sprungbrett für den Landtag von Baden-Württemberg. Dort war sie u.a. stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Drobinski-Weiß stellte die engagierte Sozialpolitik von Wölfle in den Vordergrund und auch deren Eintreten für die Gleichberechtigung der Frauen.
Sabine Wölfle freute sich über diese Ehrung und sicherte zu, dass sie sich neben ihren Ehrenämtern auch weiterhin politisch engagieren werde.

Wolfram Wette mit Heike Hoffmann. Michael Stoltenburg und Detlev Hoffmann

Anschließend konnte mit Detlev Hoffmann ein weiterer ehemaliger SPD-Vorsitzender geehrt werden. Dieser trat 1968 in die SPD ein und war Vorsitzender der örtlichen SPD von 1986-1992. Hoffmann hat in den achtziger und neunziger Jahren gemeinsam mit weiteren Weggefährten den Grundstein für die erfolgreiche kommunalpolitische Arbeit der SPD Waldkirch gelegt.
In seiner Amtszeit konnte auch 1990 die 100-jährige Gründung der SPD Waldkirch mit vielen Gästen und einem tollen Programm gefeiert werden. Anlässlich dieses Jubiläums ist auch der Band „Politik im Elztal“ herausgegeben worden, in welchem die Geschichte der SPD Waldkirch von zahlreichen Autoren anschaulich aufgearbeitet wurde. Stoltenburg dankte Hoffmann nicht nur dafür, sondern stellte auch dessen humanistisches Ideal heraus, welches stets auch der Kompass gewesen sei für sein politisches Handeln. Dieser bedankte sich und konnte die Anwesenden noch mit einigen Anekdoten aus dieser Zeit unterhalten.
Heike Hoffmann trat 1971 der SPD bei und erlebte hautnah die damalige Euphorie um Willy Brandt. Das Parteibuch wurde ihr im Freiburg vom späteren Oberbürgermeister Rolf Böhme überreicht. Heike Hoffmann war jahrelang Mitglied im SPD-Vorstand, aber auch zwei Legislaturperioden Stadträtin und Ortschaftsrätin in Buchholz. Heike Hoffmann, so Stoltenburg, hat in den achtziger Jahren auch den Weg dafür bereitet, dass die SPD-Fraktion bis heute stets den höchsten Frauenanteil aufweist. Derzeit sind in der SPD-Fraktion vier Frauen und drei Männer.

Wolfram Wette mit Michael Stoltenburg

Wolfram Wette trat 1970 der SPD bei und hat die politische Arbeit der SPD Waldkirch geprägt und begleitet sie noch heute mit seinem geschätzten Ratschlag. Er war nicht nur Vorsitzender, sondern auch neun Jahre Fraktionsvorsitzender. Stoltenburg freute sich auch für die SPD, dass das Wirken von Wolfram Wette durch die Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Waldkirch gewürdigt wurde.
Wette, wie auch die anderen Geehrten, erhielt die Ehrenurkunde für die 50-jährige Mitgliedschaft, sowie die dazugehörige Ehrennadel.
Wette bedankte sich und nahm dies zum Anlass, die kommunalpolitische Arbeit und die Erfolge der SPD Waldkirch seit 1970 Revue passieren zu lassen, was bei altgedienten Hasen Erinnerungen hervorrief und den jüngeren Mitgliedern aufzeigte, was auf kommunalpolitischer Ebene bewegt werden kann. Wette beschrieb, wie aus dem vormaligen „Vaterunserloch“ so Zug um Zug eine moderne, weltoffene und vielfältige Stadt mit guten Arbeitsplätzen, in der auch Kunst und Kultur verstärkt Beachtung fanden, wurde. „Leben und arbeiten in unserer Stadt hieß die damals und noch heute gültige Programmatik der Waldkircher SPD. Zusammen mit dem Bürgermeister und der Fraktion im Stadtrat betrieb die SPD am Ort eine Politik der Nachhaltigkeit“ und als ein Beispiel unter vielen nannte er die Gründung der Stadtwerke in der Ära Richard Leibingers. Nach 50 Jahren in der SPD zeigte sich Wette „keineswegs verzagt, sondern zuversichtlich, dass es uns hier in Waldkirch gelingen kann, auf der Basis des schon Erreichten auch die zukünftigen Herausforderungen zu bestehen. Nichts ist unmöglich! Anstrengung wird es schon kosten, das ‚geduldige Bohren in harten Brettern‘. So ist Politik nun einmal.“

Der Abend konnte dann in guter Atmosphäre mit Musikbegleitung von Alan Garnelis ausklingen.

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